WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Patientendaten Warum das Milliardenprojekt Gesundheitskarte zu scheitern droht

Premium
Elektronische Gesundheitskarte: Projekt droht zu scheitern

Die elektronische Gesundheitskarte kostete Milliarden – und ist weit davon entfernt, ein Erfolg zu werden. Selbst die Industrie fordert jetzt eine Verstaatlichung des federführenden Unternehmens Gematik.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

An Michail Gorbatschow kommt keiner vorbei. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, steht auf einer weißen Betonwand unter der Glaskuppel im Atrium des Berliner Spreekarree geschrieben. Der damalige Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion sprach den Satz am 7. Oktober 1989 während der Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag der DDR: als Warnung an die Berliner Führung, dass es mit dem Sozialismus so nicht länger weitergehen könne. Vier Wochen später fiel die Mauer.

Für die knapp 300 IT-Experten, die hier jeden Morgen auf ihrem Weg ins Büro vorbeikommen, sind die Gorbatschow-Worte so etwas wie ein böses Omen. Die meisten arbeiten seit vielen Jahren für ein Unternehmen, das eigentlich immer zu spät gekommen ist.

Es trägt den sperrigen Namen Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) und bastelt seit seiner Gründung im Januar 2005 an der ersten wirklich sicheren Festung für Patientendaten. Bislang vergeblich.

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie unbegrenzten Zugriff auf alle Inhalte der WirtschaftsWoche.

Jetzt 4 Wochen testen

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%