Politik Fragt nicht nach dem Alter!

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Andrea Nahles und Martin Schulz Quelle: REUTERS

Verjüngung gilt als Gebot der Stunde, im Betrieb und in der Politik. Das ist ein Fehler. Leistung hängt nicht am Geburtsjahr.

In der SPD wird es jetzt spannend. Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles wird nun offiziell, was sie informell längst ist: Nummer eins der Sozialdemokraten. Sie soll von Martin Schulz das Amt der Parteivorsitzenden übernehmen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Genossen sich bei ihrem Mitgliederentscheid in wenigen Wochen für eine Neuauflage der großen Koalition entscheiden. Den Regierungskritikern rund um Juso-Chef Kevin Kühnert wird es sehr viel schwerer fallen, gegen die GroKo-Befürworterin Nahles zu argumentieren als gegen den angeschlagenen, glück- und kraftlosen Schulz.

Der Wechsel an der SPD-Spitze setzt aber auch die Kanzlerin unter Druck. Alle Parteien außer den Christdemokraten haben mittlerweile einen Generationswechsel an der Spitze vollzogen. Auch in der CDU werden die Jüngeren daher lauter und fordernder auftreten. Dass in den Nachbarländern Frankreich und Österreich neuerdings zwei Männer in den Dreißigern regieren, gibt dem Verjüngungsargument zusätzliches Gewicht.

 
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