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Populismus-Elite Wie die AfD eine Querfront der Verlierer mobilisiert

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AfD: Warum rechtspopulistische Parteien wieder aufsteigen Quelle: imago images

Rechtspopulisten sind erfolgreich, weil sie einen „Aufstand der Etablierten“ organisieren: In diesem oppositionellen Bündnis finden sich bürgerliche Gegner der Globalisierung und vom Abstieg bedrohte Mitglieder der Mittelschicht genauso wie kosmopolitische Verlierer.

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Wie konnte es zum Aufstieg rechtspopulistischer Parteien kommen? Erklärungsansätze gibt es viele. Da ist etwa die These, dass vor allem die ökonomischen Globalisierungsverlierer rechts wählen. Nur: Sie stimmt nicht mit den Befunden überein. Die Wähler befinden sich in allen sozioökonomischen Lagen. Rund ein Drittel der AfD-Sympathisierenden gehört zum reichsten Fünftel der Bevölkerung.

Auch gibt es den Ansatz, wonach die neuen Rechtsparteien primär als weltanschauliche Parteien zu begreifen sind, in deren Aufstieg eine kulturelle Backlash-Bewegung, eine Umkehrung des Wertewandels zum Ausdruck kommt. Insbesondere ältere und weniger gebildete Personen fühlten sich durch liberale und postmaterialistische Werte bedroht. Doch auch hier zeigt sich: Eine alleinige und eindeutige Spaltung politischer Präferenzen entlang von Bildungsunterschieden und Regionen ist nicht feststellbar. So finden sich AfD-Anhänger zwar verstärkt, aber keineswegs ausschließlich in schrumpfenden oder deindustrialisierten Regionen, es gibt sie auch in prosperierenden Gegenden wie etwa Baden-Württemberg.

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