Regierungskrise Wie Merkels Machtverlust der Wirtschaft schadet

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Eine Merkel-Raute im Sand wird von herannahenden Wellen ausgewaschen. Quelle: Illustration: Dmitri Broido, Foto: Getty Images/Lya Cattel

Die Kanzlerin ist so angeschlagen wie nie. Dabei verlangen die Krisen in Deutschland, Europa und der Welt eine tatkräftige Regierungschefin. Denn die wirtschaftlichen Schäden des amtlichen Zögerns und Zauderns sind schon jetzt immens.

Es ist kurz nach zehn Uhr in Peking, als Angela Merkel den Anschluss verliert. Eigentlich soll sie im Gleichschritt mit dem chinesischen Ministerpräsidenten an den Soldaten vorbeigehen, die sich vor der Großen Halle des Volkes postiert haben. Doch der Gastgeber Li Keqiang ist zackiger unterwegs als die Kanzlerin. Um das Tempo zu drosseln, verwickelt sie ihn schließlich in ein Gespräch.

Merkel mag rote Teppiche nicht, sie hat auf dem Nachtflug von Berlin aus kaum geschlafen, die Temperatur klettert in der stickigen Luft bereits gen 30 Grad – und dennoch: Von diesem Tag Ende Mai bleibt der Eindruck, dass die mächtigste Frau der Welt nicht mehr mithalten kann. Physisch nicht. Und auch nicht politisch.

 
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