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Schlusswort Sammelbewegung „Aufstehen“: Wenigstens macht mal jemand was

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Sahra Wagenknecht erhielt für ihrer Bewegung

Die neue Bewegung „Aufstehen“ muss nicht jedem gefallen. Aber immerhin tut mal jemand etwas gegen die politische Leere.

Hitze lähmt. Im Dauerbrutzeln ermüden die körperlichen und geistigen Kräfte. Nach einem vorsommerlichen, zur Regierungskrise hochgejazzten Egotrip der CSU pulverisiert sich derzeit jeder Ansatz von politischer Kontroverse im schwülen Sommerloch. Das wäre entlastend, läge es denn an der Hitze. Aber die lässt nur in anderem Lichte erflimmern, was in Deutschland seit Langem Normalzustand ist: politische Lähmung. Kein Aufbruch, nirgends, der dieses Land inspirieren und neu motivieren könnte.

Die noch immer Hoffnungsfrohen schauen nach Frankreich und wünschen sich einen deutschen Emmanuel Macron, der es auch nicht leicht hat. Aber immerhin hat er Ideen und einen zuweilen erstaunlich radikalen Willen, sie sogar umzusetzen. Die Opportunisten spielen immer mit dem Gedanken einer deutschen „En Marche“-Bewegung, ohne die Kraft aufzubringen, sie wirklich in Gang zu setzen. Und die kühlen Strategen sehen die Marktlücke des echten Erneuerungsversprechens, klaffend wie der Krater eines Vulkans in versteinerter Landschaft. Und sie machen sich auf, sie zu füllen.

 
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