Sigmar Gabriel „Wenn wir nicht aufpassen, fliegt uns die Euro-Zone um die Ohren“

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Sigmar Gabriel Quelle: Ludwig Schöpfer für WirtschaftsWoche

Der frühere Außen- und Wirtschaftsminister a.D. Sigmar Gabriel warnt vor den dramatischen Folgen einer zögerlichen Europapolitik. Ein Gespräch über Deutschlands Aufgaben in einer instabilen Welt.

Herr Gabriel, Syrien, Iran und Israel, der Terrorismus und die Flüchtlingsströme, der Aufstieg Chinas und die Politik von US-Präsident Donald Trump: Wann war die globale Unsicherheit zuletzt so groß wie derzeit?
Als Deutsche und Westeuropäer haben wir das seit dem 2. Weltkrieg noch nie so erleben müssen. Wenn man sich die vielen Konflikte vergegenwärtigt, bekommt man fast sentimentale Gefühle in der Erinnerung an den Kalten Krieg. Das war eine vergleichsweise ruhige und vor allem berechenbare Zeit. Es gab in den USA und der Sowjetunion zwei kalkulierbare Blöcke – und ein Nichtverbreitungsabkommen für Atomwaffen. Zurzeit ist die Lage vor allem deshalb instabil, weil wir eine Weltordnung im Übergang erleben – ohne ordnende Hand.

 
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