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Staatsverschuldung Sind Schulden nun gut oder schlecht?

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Quelle: dpa

Lange galten Staatsschulden bei den meisten Ökonomen als Teufelszeug. Nun denken manche um. In einer Welt der Nullzinsen sind öffentliche Schulden vertretbar und nützlich, Schuldenbremsen hingegen schädlich, sagen sie. Stimmt das?

In der Berliner Reinhardtstraße geht die Uhr rückwärts, und das schon seit mehr als einem Jahr. Einem Countdown gleich zählt die „Schuldenuhr“, die der Bund der Steuerzahler (BdSt) unübersehbar über den Eingang seiner Zentrale montiert hat, die Verbindlichkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden herunter. Noch liegen die Außenstände bei 1928 Milliarden Euro. Doch mit jeder Sekunde schmilzt der Schuldenberg um 94 Euro. Der Grund: Die gute Konjunktur und die Bonsai-Zinsen haben dem Staatshaushalt hohe Überschüsse beschert. Mit denen tilgt der Staat nun seine Altschulden.

Bald aber könnte es damit vorbei sein. Denn die Wachstumsraten schrumpfen und mit ihnen die Überschüsse im Staatshaushalt. Im nächsten Jahr werde sich der Positivsaldo der Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen gegenüber 2018 auf 30 Milliarden Euro halbieren, warnt das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Und stürzt die Wirtschaft in eine Rezession, dürften aus den Überschüssen schnell Defizite werden.

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