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Steuerbescheide Herr Scholz, der Ton macht die Musik!

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Ein höflicher Ton der Finanzbehörden samt verständlicher Sprache könnte ein erster Ansatz für mehr Verständnis zwischen Staat und Steuerbürger sein. Quelle: imago images

Die Sprache des Fiskus ist ruppig. Steuerzahler werden behandelt wie potenzielle Verbrecher. Einen Dank für die Bürger, die diesen Staat finanzieren, sucht man vergeblich.

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Wer seinen Steuerbescheid öffnet, tut dies in der Regel mit einem Gefühl der Beklemmung. Kein freundliches Anschreiben, stattdessen ein „Festgesetzt werden ...“ und am Ende seitenlanger Berechnungen und Belehrungen noch ein „Bitte zahlen Sie spätestens am ...“. Immerhin: ein Bitte. Aber einen Dank für die Bürger, die diesen Staat finanzieren, sucht man im Schreiben vom Finanzamt vergeblich.

Der Amtston mit Anklängen an den Kasernenhof mag nur eine Formalie sein. Doch er beschreibt das Verhältnis des Staates zu seinen Steuerzahlern treffend. Es ist distanziert, überaus kühl, fast feindselig. Der normale Steuerzahler fühlt sich eher wie ein Verbrecher denn als guter Bürger – und soll sich vielleicht auch so fühlen. Zutage tretende Steuerskandale erscheinen da wie willkommene Anlässe, den Rochus auf Gutverdiener weiter zu schüren und sie noch mehr zur Kasse zu bitten.

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