Streiks Die ökonomische Geisterfahrt der IG Metall

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Die IG Metall plant 24-Stunden-Streiks. Quelle: dpa

Die Metalltarifrunde eskaliert. Doch ausufernde Streiks sind das Letzte, was der Standort Deutschland derzeit braucht.

Da sage noch jemand, Gewerkschaften seien nicht innovativ. Bei ihrem Kampf für sechs Prozent mehr Lohn und individuell verkürzbare Arbeitszeiten piesackt die IG Metall die Arbeitgeber jetzt mit einem neuen Instrument – dem 24-Stunden-Streik. Und anders als ein Warnstreik ist das keine Tariffolklore mehr. Stehen die Bänder drei Schichten still, wird es ernst für die Betriebe. Damit hat die IG Metall die nächste Eskalationsstufe in einem Konflikt gezündet, an dessen Ende der erste bundesweite Flächenstreik seit 2002 stehen könnte.

Was ist in die Metaller gefahren? Die Gewerkschaft agiert in diesen Tagen, als sei Tarifpolitik ein Wunschkonzert. Es wäre fahrlässig, den Aufschwung durch einen Arbeitskampf ins Stocken zu bringen. Zumal die immer stärkere Vernetzung der Wirtschaft in der Tarifpolitik de facto das Kräfteverhältnis zugunsten der Gewerkschaften verschoben hat.

 
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