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Subventionsjäger Das große Theater der Bauern

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Die Subventionsjäger: Bauern wälzen ihr Unternehmerrisiko immer wieder auf den Steuerzahler ab. Warum Staatshilfen für die Landwirtschaft nicht alternativlos sind – auch im Dürresommer. Quelle: Illustration: Dmitri Broido

Spielt das Wetter verrückt, rufen die Bauern den Staat. Keine andere Branche wird so üppig subventioniert – und schafft es gleichzeitig, die Gewinne selbst einzustecken. Mit absurden Folgen.

Hubert Rauch schaut zuerst sorgenvoll in den Himmel, dann in das Geäst seines Birnbaums. Borkig und knorrig erstreckt es sich weit in die Höhe, trotzdem wird es die Last der Früchte bald nicht mehr tragen können. Der Landwirt zeigt auf einen prall gefüllten, spröden Ast: „Der wird bald zusammenbrechen.“ Die Trockenheit, die derzeit herrscht, macht auch ihm und seiner Frau Edeltraud zu schaffen. In vierter Generation betreiben sie den 15 Hektar großen Obsthof in Überlingen am Bodensee. Im Gegensatz zu den Getreide- und Maisbauern, ist für die Rauchs das warme Wetter optimal, sollte man meinen. Und tatsächlich tragen ihre Bäume viele Früchte – zu viele sogar. Fast doppelt so hoch wie sonst ist die Ernte. Die Rauchs müssen deshalb durch die Reihen ihrer Plantage laufen, unreife Äpfel abpflücken, damit die Pflanzen sich nicht verausgaben.

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