Tarifverhandlungen Werdet alle mal flexibler

Premium

In der Metall- und Elektroindustrie bahnt sich eine extrem harte Tarifrunde an. Knackpunkt ist diesmal aber nicht das Geld.

Fahne der IG Metall. Quelle: dpa

Den 10. Oktober dürften sich viele Firmenchefs aus der Metall- und Elektroindustrie rot im Kalender markiert haben. An diesem Tag wird der IG-Metall-Vorstand seine Wunschliste für die anstehende Tarifrunde bekannt geben. Die mächtigen Gewerkschaftsbezirke haben den Ton bereits gesetzt: Sie favorisieren eine satte Lohnforderung von sechs oder sieben Prozent mehr. Damit nicht genug: Zusätzlich will die IG Metall für die 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche einen Rechtsanspruch auf Arbeitszeitverkürzung durchsetzen.

Bis zu zwei Jahre lang sollen Metaller statt 35 nur 28 Stunden arbeiten dürfen – pflegen sie während dieser Zeit Angehörige oder kümmern sich um ihre Kinder, soll ihnen der Arbeitgeber einen „Teillohnausgleich“ zahlen.

Werden diese Forderungen Wirklichkeit, droht in der wichtigsten deutschen Branche die härteste Tarifrunde seit Jahren. Die Arbeitgeber haben unmissverständlich klargemacht, was sie von den Ideen ihres Tarifpartners halten: nichts. Doch hat die IG-Metall-Spitze an der Basis hohe Erwartungen geweckt, die sich kaum noch einfangen lassen.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%