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Trigema-Inhaber Wolfgang Grupp "Den Unanständigen werden zu viele Rechte eingeräumt"

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Der Inhaber der schwäbischen Textilfirma Trigema, Wolfgang Grupp, über den Wert von Steuern, Fehlleistungen von Managern und den Nonsens der Neidgesellschaft.

Wie viel Geld in der Firma gebunden ist? Wie viel ihm persönlich gehört? Schwer zu sagen. Grupp sagt: „Für 50 Millionen Euro würde ich mein Unternehmen sicher nicht hergeben.“ (*geschätzt, eigene Quellen) Quelle: Laif

Geht es in Deutschland gerecht zu?
Nein. Den Unanständigen werden zu viele Rechte eingeräumt. Das gilt für Investmentbanker, die mit dem Geld anderer Leute jonglieren und für deren Fehleinschätzungen der Steuerzahler geradestehen muss. Das gilt für Unternehmer, die ihr persönliches Vermögen in die Schweiz retten, bevor sie Insolvenz anmelden. Und das gilt für Manager, die für ihre Fehlleistungen mit keinem Cent geradestehen müssen.

Erleben Sie Neid auf Ihr Vermögen und Einkommen, auf Ihren Status?
Die Neidgesellschaft gibt es nicht, das ist Nonsens. Das Problem ist, dass die Gerechtigkeitsgesellschaft außer Betrieb ist. Die Menschen begegnen einem persönlich haftenden Unternehmer nicht mit Neid, sondern im Gegenteil: mit Achtung und Respekt. Hören Sie sich mal in süddeutschen Kleinstädten um. Da neidet dem Unternehmer niemand was. Da freut man sich, ihm wochentags auf dem Markt zu begegnen. Da ist man stolz, in dessen Firma zu arbeiten.

 
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