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Verdi-Tarifstreit Frank Bsirskes riskante Strategie

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Frank Bsirske Quelle: AP

Verdi fordert im öffentlichen Dienst überproportional steigende Löhne für Geringverdiener. Klingt gut und gerecht. Ist es aber nicht.

Wer in der vergangenen Tagen fluchend an verwaisten Busstationen, leeren Flughafenterminals oder vor den verschlossenen Kitas seiner Kinder stand, sollte sich den kommenden Montag dick im Kalender unterstreichen. Dann findet die vorerst letzte Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst statt. Wenn es schlecht läuft, geht es mit den Streiks danach erst richtig los. Dann könnten bald auch Mülltonnen stehen bleiben und Operationen ausfallen.

Worum geht es in dieser Tarifrunde? Verdi und Beamtenbund fordern für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen (die Länder verhandeln später) sechs Prozent mehr Geld. Schön und gut. Der Knackpunkt aber ist eine „soziale Komponente“, die Verdi-Chef Frank Bsirske durchsetzen will. Danach soll jeder Mitarbeiter einen einheitlichen Sockelbetrag von 200 Euro mehr pro Monat bekommen. Das klingt fair, gerecht und solidarisch – ist aber ökonomisch kontraproduktiv.

 
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