Carl-Julius Cronenberg in seinem Büro als FDP-Parlamentarier Quelle: Markus Simaitis für WirtschaftsWoche

Vom Chefsessel in den Bundestag „Selbst meine kleine Firma hat eine modernere Telefonanlage“

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Der Familienunternehmer Carl-Julius Cronenberg tat, was die meisten scheuen: Er wechselte in die Bundespolitik. Seine Bilanz nach einem halben Jahr als FDP-Parlamentarier: An die Bürokratie muss man sich gewöhnen.

Am Ende dieser fünf Minuten, in denen er von flexibleren Arbeitszeiten bis zum Bürokratieabbau so ziemlich alles gefordert hat, was Liberale sozialpolitisch eben so fordern, legt Carl-Julius Cronenberg die Hände aneinander. Der Blick wendet sich zu seiner Linken, wo im Deutschen Bundestag traditionell die Fraktion der gleichnamigen Partei sitzt. Seine Stimme wird langsamer, deutlicher. „Bevor ich zum Schluss komme, erlauben Sie mir eine persönliche Bemerkung“, sagt der 55-Jährige, der an diesem Februartag zum ersten Mal für die FDP als Abgeordneter am Rednerpult unter der Reichstagskuppel steht. „Ich bin Familienunternehmer. Und nicht, wie im Antragstext suggeriert, ein Lohnräuber.“ So antwortet Cronenberg auf einen Antrag der Linken, die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 auf 40 Stunden zu reduzieren. Die Antragstellerin der Partei sei herzlich eingeladen, sagt er noch, ihn in seinem Unternehmen zu besuchen und sich mit seinen Mitarbeitern zu unterhalten.

 
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