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Willkommen in Analogistan Die große Illusion der digitalen Verwaltung

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Warteschlange vor dem Bürgeramt Quelle: dpa Picture-Alliance

In diesem Sommer will die Bundesregierung ihr Onlinebürgerportal freischalten. Als echter Fortschritt angekündigt, wird es für Bürger und Unternehmen zur Enttäuschung.

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Das Bürgeramt der Zukunft sieht aus wie eine Zahnarztpraxis: helle Farben und indirekte Beleuchtung, eine geschwungene Empfangstheke hinter verspiegelter Tür, alles irgendwie clean und schnörkellos durchdesignt. „Wir haben uns Mühe gegeben, dass hier nichts mehr nach Behörde aussieht“, sagt Daniel Zimmermann, 36, Bürgermeister von Monheim am Rhein, über den Eingangsbereich seines Rathauses. Seine Leute sollen spüren: Hier geht alles schnell, sauber und effizient.

Wer etwa einen neuen Pass braucht, wird gleich in eine kleine Fotoecke geschickt. Dort steht eine Kamera, die automatisch auf Kopfhöhe fährt. Einmal nicht lächeln, auf einem Pad unterschreiben, Finger draufhalten, Geburtsdatum eintippen – fertig. Der Beamte am Schreibtisch muss die Daten dann nur noch überprüfen. Durchschnittliche Wartezeit: unter drei Minuten.

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