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Wirtschaftspolitik Merkels Schweigen wird teuer

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Die Kanzlerin scheut den Streit mit der SPD, wie sich gerecht wirtschaften lässt. Dabei brauchen wir den.

Quelle: AP

Muss Angela Merkel über Wirtschaft reden, um ihre vierte Wahl zu gewinnen? Natürlich nicht. Sie hat es ja schon oft genug ohne geschafft. Nachdem Merkel in ihrem ersten Anlauf 2005 mit harten Reformvorschlägen und einem mutigen Steuerkonzept beinahe Schiffbruch erlitt, mutet (und traut) sie den Deutschen nicht mehr viel Ehrlichkeit in Wirtschaftsfragen zu. Über die Jahre hat sie den Wirtschaftsflügel ihrer Partei zu einer Art Hobby-AG dezimiert und regelmäßig ein Konjunkturprogramm für wirtschaftspolitisches Desinteresse aufgelegt.

Daher macht es wahltaktisch für sie Sinn, zu schweigen, wenn ihr SPD-Herausforderer Martin Schulz mit teilweise falschen Zahlen eine Republik des sozialen Abstiegs zeichnet – und wider vermutlich besseres Wissen die Reformagenda 2010 rückwärts aufzäumen will. In Zeiten globaler Verunsicherung könnte Ruhe mal wieder Wahlkampfgold sein, scheint Merkel zu denken.

 
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