Wohlstandsfaktor Bahn Gewinner und Verlierer der neuen ICE-Strecke

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Die neue ICE-Strecke Berlin–München offenbart: Der Fernverkehrsanschluss entscheidet über Aufstieg und Niedergang von Städten. Angst in Jena, Zuversicht in Erfurt: Wer mit neuen Bahnstrecken gewinnt, wer verliert.

ICE-Strecke Berlin-München Quelle: REUTERS

Olaf Behr greift nicht einfach zu seinem iPhone, er reißt es an sich. Der 49-jährige Manager beim Softwarehaus Intershop in Jena sitzt im Restaurant Haus im Sack und hat Krustenbraten und Apfelschorle bestellt. Doch zum Essen kommt er kaum. Behr ist wütend, er redet schnell, während er etwas auf seinem Smartphone sucht.

„Jena ist doch ein wirtschaftliches und wissenschaftliches Kraftzentrum“, sagt er. Da, jetzt hat er die gesuchte Balkengrafik endlich auf dem Display: Jenas künftige Verbindungen im Fernverkehr. „Erfurt hat bald jeden Tag 80 ICE-Züge“, sagt er. Und seine Stadt? „Nur zwei.“

Behr ist bei Intershop Verwaltungsleiter. Er ist regelmäßig unterwegs. Nicht mehr angebunden zu sein, das bedeutet für ihn persönlich: längere Reisezeit und eine Menge Frust. Doch darüber hinaus engagiert sich Behr beim Fahrgastverband Pro Bahn und agiert als aktives Mitglied des Bündnisses „Fernverkehr für Jena“.

Hochgeschwindigkeitszüge in anderen Ländern

 
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