Denkfabrik Die Angst vor dem Anarcho-Brexit

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Der Brexit beeinflusst nicht nur den Handel, sondern auch den Wertpapiermarkt und die Rechtsform von Unternehmen. Die Politik muss darauf reagieren.

Christine Bortenlänger

Beim Brexit ist in diesen Tagen nur eines sicher: dass nichts sicher ist. Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ist zwar beschlossen, über das Procedere herrscht jedoch noch immer quälende Unsicherheit. Gibt es auch künftig freien Warenverkehr? Müssen EU-Bürger im Vereinigten Königreich bald wieder ein Visum beantragen? Die anhaltende Ungewissheit ist für die deutschen Unternehmen ein beunruhigender Zustand.

Nur zwei Jahre sieht der EU-Vertrag für die Austrittsverhandlungen eines Mitgliedstaates vor. Spätestens im Herbst 2018 müssen demnach Verhandlungsergebnisse vorliegen, damit sie den parlamentarischen Zustimmungsprozess noch vor dem offiziellen Ende der EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs Ende März 2019 durchlaufen können. Doch wertvolle Verhandlungszeit ist bereits verstrichen. So haben die vorgezogenen britischen Parlamentswahlen im Juni ebenso Zeit gekostet wie die Hakeleien der Verhandlungsführer über die Grenze in Nordirland, den Aufenthaltsstatus von EU-Bürgern und die finanziellen Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs.

 
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