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Denkfabrik Die Bankenunion braucht Nachbesserungen

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Isabel Schnabel, 46, ist Professorin für Finanzmarktökonomie an der Universität Bonn und seit 2014 Mitglied des Sachverständigenrat, genannt die

Eine gemeinsame Einlagensicherung könnte den Bankensektor im Euro-Raum stabilisieren – wenn vorher Altlasten und Fehlanreize eliminiert werden.

Europa ist in Bewegung gekommen: Es mehren sich die Anzeichen, dass es 2018 tatsächlich zu ernsthaften Reformen der Währungsunion kommen könnte. Doch in einem Punkt sind die Fronten verhärtet: Deutschland wehrt sich vehement gegen eine gemeinsame europäische Einlagensicherung. Diese war eigentlich als dritte Säule der Bankenunion gedacht. Im Gegensatz zur europäischen Bankenaufsicht und dem einheitlichen Abwicklungsmechanismus für Pleitebanken wurde sie jedoch noch nicht implementiert.

Dabei ist die Grundidee einer gemeinsamen Einlagensicherung durchaus richtig. Sie soll den Einlegern im gesamten Euro-Raum die Gewissheit geben, dass sie selbst im Fall einer Schieflage ihrer Bank ihr Geld zurückerhalten. So soll verhindert werden, dass Kunden ihr Geld panikartig abheben, sobald Zweifel an der Zahlungsfähigkeit ihrer Bank aufkommen.

 
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