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Denkfabrik Wie die Briten die EU unter Druck setzen können

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Um die Brexit-Folgen abzumildern, könnte die künftige Regierung Großbritanniens das Steuerrecht umkrempeln. Das muss für die EU kein Nachteil sein.

Der Präsident des ifo-Instituts, Clemens Fuest. Droht nach dem Brexit ein ruinöser Steuerwettbewerb in Europa? Quelle: dpa

Keine Frage: Nach der britischen Unterhauswahl werden die Brexit-Verhandlungen noch komplizierter. Noch ist unklar, ob das miserable Wahlergebnis von Regierungschefin Theresa May den Befürwortern eines harten Brexits in die Karten spielt oder die moderaten Kräfte stärkt. Doch ganz gleich, wer künftig die Regierungsgeschäfte in London führt: Für die Unternehmen wird bei den anstehenden Austrittsverhandlungen eines von besonderer Bedeutung sein – die Frage, welche Strategie die britische Wirtschaftspolitik nach dem Brexit einschlägt. Politiker aus anderen EU-Staaten befürchten, das Land könnte sich als Steuer- und Regulierungsoase vor den Toren der EU etablieren wollen und Unternehmen ebenso wie wohlhabende EU-Bürger mit steuerlichen Anreizen ins Land locken. Dies, so die Sorge, könnte negative Folgen auf die Wirtschaftsentwicklung und Steuereinnahmen der verbleibenden EU-Mitgliedstaaten haben.

 
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