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Dreckige Geschäfte Lobbyschlacht um das Plastikverbot

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Schlimmer als Unkraut: Menschen werfen Plastikmüll einfach in den Wald. Dort bleibt er Jahrhunderte (Foto: Mauritius/Danilo Böhme)

EU-Politiker wollen den Plastikverbrauch endlich senken. Die Industrie leistet mit aller Kraft Widerstand – und argumentiert sogar mit Häftlingen.

Ausgerechnet Rüdiger Baunemann hat Plastiktüten und Pappbechern abgeschworen. Für Einkäufe hat er immer eine Faltkiste im Kofferraum. Und seinen frischen Kaffee lässt er sich auch unterwegs stets in einen eigenen, grünblau gemusterten Thermobecher einschenken: „Manchmal ist er dann noch ein paar Cent günstiger.“

Baunemann ist Geschäftsführer von PlasticsEurope in Deutschland und damit Interessensvertreter für den umstrittensten Werkstoff unserer Zeit. „Wir bekämpfen die Industrie mit Verboten. Dabei liefert sie nur, was der Verbraucher nachfragt“, sagt er. Mit seinem Kaffeebecher leistet Baunemann seinen ganz eigenen Beitrag zur Debatte. Er symbolisiert: Nicht die Industrie muss sich ändern. Sondern der Konsument. Plastik ist für Baunemann keine Plage. Sondern ein Hightechprodukt made in Germany, das wir wertschätzen sollten.

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