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Einblick
Peter Schneider Quelle: imago

Solidarität schadet, wenn sie falsche Anreize setzt

Hauke Reimer
Hauke Reimer Stellvertretender Chefredakteur WirtschaftsWoche

Bisher ist die Einlagensicherung eine nationale Angelegenheit. Europas Banken sind noch längst nicht reif für eine gemeinsame Einlagensicherung. Doch das Projekt scheint nicht zu stoppen.

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Wenn der Mann ernst macht, droht ein neues Blockupy Frankfurt. Der Chef der baden-württembergischen Sparkassen will gegen die europäische Einlagensicherung mobilisieren. „Da braucht man halt mal 100.000 Leute vor der EZB in Frankfurt“, sagt Peter Schneider. So heftig wie bei der EZB-Einweihung , als Blockierer Autos abfackelten, wird es nicht werden. Der Sparkassen-Kunde trägt Anzug, nicht Guy-Fawkes-Maske. Aber wütend ist er auch. Mit Recht.

Was viele in Rage versetzt, ist ein EU-Herzensprojekt. Der neue Euro-Gruppen-Chef (eine Art Ober-Finanzminister) aus Portugal will es realisieren, auch Frankreich drängt, wie unsere Titelgeschichte zeigt. Und Finanzminister Peter Altmaier (CDU) sinniert schon über einen Zeitplan. Sein Vorgänger Wolfgang Schäuble war strikt gegen die Vollendung der Bankenunion. Doch die Debatte hat sich längst verlagert – weg von der Frage, ob es eine Einlagensicherung geben soll, hin zu der Frage, wie sie aussehen soll. Hier rollt ein Zug, den offenbar niemand stoppen will.

 
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