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Euro-Zone Italien hat Europa in der Hand

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Italienische und europäische Flagge Quelle: imago

Die Schuldenprobleme Italiens werden zum Sprengsatz für die Währungsunion: Italien ist „too big to fail“ – und die Euro-Zone somit finanziell erpressbar.

Wer Italien in diesen Tagen mit Griechenland bei Ausbruch der Euro-Schuldenkrise vor acht Jahren vergleicht, entdeckt eine beunruhigende Parallele: Der italienische Schuldenstand liegt aktuell bei 131 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), das entspricht fast exakt dem Niveau Griechenlands 2009 (127 Prozent). Zwar ist Italien nicht nennenswert im Ausland verschuldet und weist einen Leistungsbilanzüberschuss auf; zudem ist die Verschuldung des italienischen Privatsektors noch vergleichsweise moderat.

Trotzdem ist Italien finanzpolitisch nicht vor einer krisenhaften Zuspitzung wie in Griechenland gefeit. Die Bemühungen der Reformregierungen in Rom haben den Schuldenstand in den vergangenen fünf Jahren lediglich stabilisiert, aber keine Rückführung bewirkt. Realisieren die regierenden Populisten nur einen kleinen Teil ihrer Wahlversprechen, wird die Schuldenquote weiter klettern. Das wirft an den Märkten unweigerlich die Frage nach der Schuldentragfähigkeit des Landes auf. Genau das ist der Grund für den deutlichen Anstieg der Renditen auf italienische Staatsanleihen in Richtung drei Prozent seit der Regierungsbildung.

 
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