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Europa Jetzt erst recht

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Jean-Claude Juncker skizziert die Zukunft Europas ohne Leidenschaft. Das hilft der EU nicht weiter.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Quelle: dpa

Europa ist so schwach, dass es gleich fünf Szenarien für seine Zukunft bereithält. So kommt es einem mit Blick auf Jean-Claude Juncker vor, der jetzt seine Vorstellungen dazu präsentiert hat, wie es mit der EU weitergehen soll. Was als Diskussionsgrundlage für die nächsten zehn Jahre gemeint ist, zerstäubt wie eine Silvesterrakete am Sommerhimmel: zu spät und ziemlich schlecht zu erkennen.

Ein Dreivierteljahr nach dem Brexit-Votum, zwei Monate vor der Wahl in Frankreich, bei der es um alles oder nichts für Europa geht, zwei Wochen bevor in den Niederlanden ein bekennender Europahasser die Parlamentswahl gewinnen könnte, in dem Jahr, in dem Deutschland als größtes Mitgliedsland durch eine Wahl politisch gelähmt ist, und ein paar Tage nach der eigenen Abtrittsankündigung: Nach dieser Historie ein Reformwerk für die EU zu präsentieren – das kann auch nur ein Politiker tun, der unter einem gerüttelt Maß an Selbstüberschätzung leidet.

 
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