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Frederick Forsyth "Wir Briten sind ungehorsame Leute"

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Der britische Autor Frederick Forsyth spricht im Interview über den Brexit und den "Riesenfehler" Euro, den Politzwerg Frankreich und die deutsche EU-Dominanz.

Der britische Autor Frederick Forsyth im Interview mit WirtschaftsWoche. Quelle: dpa

WirtschaftsWoche: Herr Forsyth, Sie haben Helmut Kohl vor 19 Jahren davor gewarnt, die D-Mark zugunsten des Euro aufzugeben. Die Deutschen würden sich mit ihrer Europaliebe unbeliebt machen. Wie es scheint, haben Sie zumindest die Briten überzeugt.

Frederick Forsyth: Ich dachte, der Euro, das ist ein Riesenfehler, ein Projekt, das auf die Dauer nicht funktionieren kann, weil hier unterschiedliche Währungen, Volkswirtschaften, Menschen vereint werden. Dass es bis heute geklappt hat, ist ein Wunder. Der Euro wird wegen seiner Strukturmängel scheitern.

In wirtschaftlicher Hinsicht hat die Exportnation Deutschland vom Euro profitiert.

Das mag sein. Aber Griechenland wird seine Schulden nie zurückzahlen können. Portugal und Zypern sind de facto pleite. Spanien und Italien stehen am Abgrund. Die nächsten 18 Monate könnten für die Euro-Zone traumatisch werden. Irgendwann rebellieren die deutschen Steuerzahler und sagen: „Soll ich meine Lebensersparnisse aufgeben, nur um diese verdammten Olivenbauern im Süden der EU zu retten?“

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