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Haushaltsdefizite Die Schuldenkrise ist nicht vorbei

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Eine Euro-Münze Quelle: dpa

In diesem Jahr könnten erstmals alle Euro-Staaten die Defizitgrenze von drei Prozent einhalten. Doch das ist nur ein Scheinerfolg.

Es klingt wie eine Erfolgsgeschichte. In diesem Jahr schaffen es offenbar zum ersten Mal alle Staaten der Währungsunion, mit ihren Haushaltsdefiziten die erlaubte Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht zu überschreiten. Der letzte, der die Latte riss, war Spanien im Jahr 2017.

Ist also die europäische Schuldenkrise vorüber? Verkommt die Forderung nach Konsolidierung zum Nischenthema ideologisch verbohrter Austeritätsfanatiker? Mitnichten! Denn die aktuell entspannte Situation in den Staatshaushalten ist vor allem eine Folge des ordentlichen Wachstums und der damit verbundenen kurzfristigen Einnahmezuwächse. Das um Konjunktureinflüsse bereinigte „strukturelle Defizit“ hingegen steigt in Ländern wie Italien und Frankreich laut ifo Institut bereits schon wieder an.

 
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