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Libra Brauchen wir den digitalen Euro?

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Eine Euro-Münze in einer Welle, in der sie sich in einen QR-Code aufzulösen scheint Illustration Quelle: Illustration: Adrià Fruitós

Facebook fordert mit seiner Digitalwährung Libra die Zentralbanken heraus. Um ihre Herrschaft über das Geld zu verteidigen, erwägen die Notenbanken, eigenes Digitalgeld herauszugeben – ein heikles Unterfangen.

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Angst vor Facebooks neuer Währung Libra? Für Schwedens Notenbanker ist das kein Thema. Bei der Reichsbank in Stockholm bastelt man längst an einer eigenen digitalen Währung, der E-Krone. Lange bevor Facebook mit seinen Plänen, eine Kryptowährung einzuführen, die Öffentlichkeit überraschte, hatten die schwedischen Währungshüter damit begonnen, über ein digitales Zentralbankgeld nachzudenken. Mittlerweile ist das Projekt weit fortgeschritten. „Wir arbeiten an konkreten technischen Lösungen“, sagt Reichsbanksprecher Tomas Lundberg. Im Klartext: Facebooks neue Währung kann kommen, die Reichsbank ist gewappnet – und zum Gegenschlag bereit.

Außerhalb Schwedens jedoch sorgt der Facebook-Vorstoß, mit einer eigenen Kryptowährung den globalen Währungsmarkt aufzurollen, für Aufregung bei Privatbanken, Notenbanken und Politikern. Aus Angst vor dem Verlust des staatlichen Geldmonopols, vor Datenmissbrauch und vor einer Destabilisierung des Finanzsystems haben sie begonnen, eine Abwehrfront gegen den mächtigen US-Konzern zu bilden. Viele Akteure fordern, es den Schweden gleichzutun und mit digitalem Zentralbankgeld Libra Paroli zu bieten.

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