Nathalie Loiseau „Aufhören, in Stereotypen zu denken“

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Nathalie Loiseau, 53, hat den Großteil ihrer Laufbahn im diplomatischen Dienst verbracht. Sie ist seit Juni 2017 Ministerin. Quelle: imago

Die französische Europaministerin Nathalie Loiseau über die Vorzüge einer Wirtschaftsunion und die Frage, was in Europa reformiert werden muss.

WirtschaftsWoche: Frau Loiseau, warum sollten die Deutschen bereit sein, zugunsten der EU weitere nationale Interessen aufzugeben?
Frau Nathalie Loiseau: Niemand verlangt von den Deutschen, nationale Interessen zu opfern oder Überzeugungen zu verraten.

Diesen Eindruck haben allerdings viele.
Er stimmt aber nicht. Frankreich ist überzeugt, dass Europas Interesse darin besteht, sich zu einer Wirtschaftsmacht vom Range Chinas oder der USA zu entwickeln. Die wichtigsten Herausforderungen – sei es der Klimawandel oder die digitale Revolution – können wir doch längst nicht mehr national beantworten, sondern nur gemeinsam in Europa.

Das bestreitet niemand. Aber warum braucht es dafür mehr Geld?
Weil wir die Zukunft vorbereiten müssen und angesichts der guten Konjunkturlage jetzt der Zeitpunkt ist, die Reformen anzugehen.

 
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