Neuer Eurogruppen-Chef Centeno Der neue Varoufakis

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Mário Centeno Quelle: Bloomberg

Der Portugiese Mário Centeno rückt an die Spitze der Eurogruppe. Der Ökonom hat wenig politische Erfahrung und scheint kaum zu wissen, was auf ihn zu kommt. Seinen Berater nennt man den "Thermomix-Mann" – weil er gerne Wirbel auslöst.

Mit Lehrstunden von Ökonomen haben die Finanzminister der Eurozone so ihre Erfahrungen. Als Griechenland vor bald drei Jahren nah am Exit aus der Eurozone stand, hielt der damalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in den Krisensitzungen langatmige theoretische Exkurse.

Portugals Finanzminister Mário Centeno zeigt im Kreise seiner Kollegen einen ähnlichen Hang zum Dozieren. „Er redet nicht unter 20 Minuten“, sagt einer, der ihn bei den Treffen regelmäßig erlebt. Hinterher wisse niemand im Saal, worauf er hinauswollte. „Das erinnert schon sehr an Varoufakis.“

Während der griechische Ökonomieprofessor mit den Rocker-Outfits die politische Bühne längst verlassen hat, rückt Centeno an diesem Samstag an eine zentrale Schaltstelle der EU: Der Portugiese übernimmt den Vorsitz der Eurogruppe vom Niederländer Jeroen Dijsselbloem und wird damit als erster Südeuropäer an der Spitze der 19 Finanzminister der Eurozone stehen.

"Ronaldo der Eurogruppe": Das ist Portugals Finanzminister Mário Centeno

 
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