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Österreich Herr Kurz muss rechnen lernen

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Sebastian Kurz kann mit 31 Jahren Bundeskanzler werden. Er ist ein großes Talent und sehr populär – doch von Wirtschaft versteht er nichts.

Guter Auftritt, wenig Inhalte. Kurz will Kanzler werden. Quelle: AP/dpa

Großes politisches Talent verrät sich oft in kleinen Gesten. Sebastian Kurz, 30, derzeit noch Außenminister Österreichs, aber schon bald wohl Bundeskanzler, genügt dafür ein Glas Wasser. Das bietet der frisch gekürte Chef der Volkspartei (ÖVP) Journalisten gerne höchstpersönlich zur Erfrischung an, wenn er sie empfängt.

Die Geste passt zum Credo von Kurz, dass nur Leistung und nicht Herkunft über den Aufstieg entscheiden sollen. So hat er eine sensationelle Karriere hingelegt und den stockkonservativen Altherrenclub ÖVP belebt. Will Kurz aber auch erfolgreicher Kanzler werden, muss er noch ganz anders zupacken – und Wirtschaftsreformen angehen, die eine Dauer-Großkoalition aus ÖVP und Sozialdemokraten über Jahrzehnte verschleppt hat. Ob er das kann, bezweifelt so mancher.

 
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