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Price Level Targeting Kann eine hohe Inflation das Zinsproblem lösen?

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Die Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Trotz Nullzinsen, Geldschwemme und billionenschweren Anleihekäufen ist es den Notenbanken nicht gelungen, ihr Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Jetzt erwägen sie eine neue, riskante Strategie.

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Politiker benutzen Ökonomen wie Betrunkene Laternen, heißt es in einem schönen Bonmot: Sie suchen nicht Licht. Sondern Halt. Bei den geldpolitischen Strategen auf den Etagen der Zentralbanken liegen die Dinge anders. Sie sehen Ökonomen gern als Spindoktoren, als Lieferanten akademischer Kochbuchrezepte, um die Welt mit ein bisschen mehr Inflation zu beglücken. Sie ist nach Ansicht vieler Notenbanker ein notwendiges Schmiermittel, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Das Problem ist nur: Derzeit ist von Inflation kaum etwas zu sehen, trotz Geldschwemme und Dauer-Niedrigzinsen. In den USA und Europa liegen die Teuerungsraten ohne Energie und Nahrungsmittel bei 1,5 beziehungsweise knapp einem Prozent, also weit unter dem Zielwert der Zentralbanken von rund zwei Prozent. Selbst die billionenschweren Anleihekäufe, die massiv Liquidität in die Märkte pumpten, haben daran nichts ändern können. Die Notenbanken laufen daher Gefahr, die Steuerungsmacht über die Preise zu verlieren – und ihre Reputation bei den Marktakteuren obendrein.

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