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Rücktrittswelle in Großbritannien Vier Gründe, warum Boris Johnson Recht hatte

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Boris Johnson verlässt die 10 Downing Street in London. Quelle: REUTERS

Trotz aller Vorbehalte gegen den zurückgetretenen britischen Außenminister Johnson: seine Kritik ist stichhaltig. Bei näherer Betrachtung erkennt man vier große Schwachstellen des Brexit-Plans.

Dickköpfig? Eitel? Ohne Zweifel. Dass Boris Johnson sich zu guter Letzt in seinem holzgetäfelten Büro am lederbezogenen antiken Schreibtisch fotografieren ließ, als er die Unterschrift unter seinen Abschiedsbrief an Premierministerin Theresa May setzte, sorgte für viel Spott.

Und doch hat der Ex-Minister mit dem wasserstoffblonden Haarschopf Recht mit seiner Fundamentalkritik am sogenannten Chequers-Papier, das May ihrem Kabinett letzten Freitag bei einer Klausurtagung aufzwang. „Wir scheinen auf einen Semi-Brexit zuzusteuern, wo große Teile der Wirtschaft immer noch an die EU gekettet sind, Großbritannien aber keine Kontrolle mehr ausübt“, schrieb er in seinem Brief. Bei näherer Betrachtung erkennt man tatsächlich vier große Schwachstellen des Plans, die der britischen Wirtschaft langfristig Schaden zufügen würden – ein kohärentes Brexit-Konzept ist dieser Kompromiss jedenfalls nicht.

 
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