Schlusswort
Formalität muss sein: Am 14. März soll Angela Merkel wieder zur Bundeskanzlerin gewählt werden. Quelle: AP

Die neue Normalität mit Anpassungsstörungen

Zurück zur Normalität? Europas Volksparteien leiden an einer chronischen Anpassungsstörung an veränderte Bedingungen.

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Deutschland ist wieder im Lot. Nach einem halben Jahr von Krampf und Kampf um die Regierungsbildung steht die dritte große Koalition unter Angela Merkel zum Regieren bereit. Am 14. März soll sie wieder zur Bundeskanzlerin gewählt werden. So viel Formalität muss sein, auch wenn die Sozialdemokraten das ja eigentlich schon am Wochenende mit ihrem Mitgliederentscheid erledigt haben.

Zurück zur Normalität also? Keineswegs. Die zurückliegenden Monate sind mehr als ein Unfähigkeitsausweis der Volksparteien, ihren Status in Zeiten globaler Verunsicherung zu verteidigen. Sie stehen für eine Zäsur im politischen System. Ein Zurück gibt’s nicht mehr. Es ist eine neue Normalität, mit der man sich in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt endlich auseinandersetzen muss. Die mühsame Regierungsbildung zeigt: Das fällt den Repräsentanten der Parteien bei uns schwer. Sie sind mit dieser Anpassungsstörung europaweit in guter Gesellschaft.

 
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