Die Frontlinien in Sachen gemeinschaftlicher Schulden in der Eurozone, sie sind nur auf dem ersten Blick klar. Dort die sogenannten Südländer wie Spanien, Frankreich und Italien. Hier die Nordländer rund um die Niederlande, Österreich und eben Deutschland. Die ersteren plädieren für die Einführung von Eurobonds, für die dann die Mitglieder der Eurozone gemäß ihrer Wirtschaftskraft haften sollen, die anderen sind gegen die als Corona-Anleihen ummantelte Vergemeinschaftung von Schulden. Doch auch hierzulande gibt es keine Einigkeit. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans etwa sieht in dem gerade beschlossenen europäischen 500-Milliarden-Hilfspaket im Kampf gegen die Coronakrise nur einen ersten Schritt. „Gemessen an den Maßnahmen, die der Deutsche Bundestag allein für unser Land beschlossen hat, müssen für Italien und Spanien weitere Schritte folgen“, sagte Walter-Borjans zu Ostern den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Staatsanleihen Umschuldung auf Italienisch
Rom fordert vehement Coronabonds, dabei ist Italien beim Schuldenmanagement vollkommen handlungsfähig. Parallel zu ihren Coronabonds-Forderungen kauft die Regierung eigene Staatsanleihen zurück.
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