Währung Italiens Populisten könnten den Euro killen

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Matteo Salvini Quelle: dpa

Das Regierungschaos in Italien zeigt: Als gesamteuropäische Währung hat der Euro keine Zukunft.

Erinnern Sie sich noch an Yanis Varoufakis? Der damalige griechische Finanzminister versetzte die Finanzmärkte und die politische Elite Europas vor drei Jahren in Angst und Schrecken. Denn er widersetzte sich den Reformen, die die Gläubiger von Griechenland verlangten, und arbeitete an einem Plan zum Ausstieg seines Landes aus der Gemeinschaftswährung. Demnächst könnten der Euro-Zone noch turbulentere Zeiten ins Haus stehen. Nicht wegen Griechenland, sondern wegen Italien.

Dort bahnt sich eine Regierung aus Rechts- und Linkspopulisten an, deren Programm ebenso abstrus und unfinanzierbar ist wie das der Syriza-Regierung in Griechenland vor drei Jahren.

So wollen Luigi Di Maio von der linken Fünf-Sterne-Bewegung und Matteo Salvini von der rechten Lega die Frühverrentung wieder einführen, ein staatliches Grundeinkommen für jeden Bürger ohne Arbeit gewähren und einen Einheitssteuersatz von 15 Prozent einführen. Zudem wollen sie den Maastrichter Vertrag, der den europäischen Regierungen Fesseln beim Schuldenmachen anlegt, aufweichen.

 
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