Denkfabrik
Fritz Scharpf ist emeritierter Professor für Politikwissenschaften und renommierter deutscher Politökonom. Von 1986 bis 2003 war er Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Quelle: MPIFG/Astrid Dünkelmann

Die Lösung liegt bei den Kleinverdienern

Um sein Leistungsbilanzdefizit zu senken, muss Deutschland die Nachfrage ankurbeln. Am besten durch sinkende Sozialabgaben im Niedriglohnsektor.

Premium

Deutschlands Exportüberschüsse sind zum Problem geworden. Die Leistungsbilanz war Ende der Neunzigerjahre noch ausgeglichen. Nach dem Eintritt in die Währungsunion stiegen die Überschüsse immer weiter und verharren nun auf dem Rekordniveau von über acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zwar war die deutsche Wirtschaft auch früher schon exportstark. Die Aufwertung der D-Mark hatte aber immer wieder für Preisvorteile der Einfuhren und eine annähernd ausgeglichene Handelsbilanz gesorgt. Dieser Ausgleich entfiel nach 1999. Die Exporte stiegen, die Importe blieben zurück. Eigentlich sollte man also eher von einem deutschen Importdefizit als von einem Exportüberschuss reden.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%