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Denkfabrik Die nächste Attacke auf das Bargeld

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Teile eines Krans und Vögel sind vor der EZB zu sehen. Quelle: dpa

Die Zentralbanken denken über Negativzinsen zur Belebung der Konjunktur nach. Für die Wirtschaft wären Minuszinsen ein Desaster, schreibt der Wiener Ökonom Rahim Taghizadegan.

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Die Europäische Zentralbank hat ihr Pulver verschossen. Der Versuch, Liquidität in die produktiven Bereiche der Wirtschaft zu pumpen, hat geradewegs in die Nullzinsfalle geführt. Die Verzerrung der wichtigsten Informationsträger der Wirtschaft – Geld und Zins – saugt Liquidität aus produktiven Verwendungen ab und leitet sie hin zu einer reinen Arbitrage des Geldmengenwachstums.

Das ist die Paradoxie des Monetarismus: Die Steuerungsversuche selbst verursachen Chaos. Dieses Phänomen hat der österreichische Ökonom Ludwig von Mises (1881–1973) als Interventionsspirale bezeichnet. Der Steuerungswahn führt zur Steuerungsunmöglichkeit, die Volatilitätsangst brütet schwarze Schwäne künstlich erhöhter Volatilität aus.

Aus der Nullzinsfalle weist nur ein Weg, wenn das verheerende Paradigma der zentralistischen Konjunktursteuerung nicht aufgegeben wird: der Negativzins. Dieser sieht zunächst wie eine bloße Extrapolation der bisherigen Politik aus. Tatsächlich aber besteht ein erheblicher psychologischer Unterschied.

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