Denkfabrik

Mehr Sozialausgaben bedeutet nicht weniger Jobs

In Deutschland steigen die Sozialausgaben stärker als das Bruttoinlandsprodukt. Das aber ist kein Indiz für wachsendes soziales Elend.

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Menschen vor Jobcenter. Quelle: imago

Herrscht in Deutschland soziale Kälte – oder, ganz im Gegenteil, ein Überangebot an Transfers? Nicht nur im aktuellen Wahlkampf spielen die Sozialausgaben in der politischen Debatte eine wichtige Rolle. Gibt der Staat mehr für Soziales aus, betrachten dies manche als Indiz, dass immer mehr Menschen im Niedriglohnsektor arbeiten oder zu niedrige Renten haben – und deshalb von staatlicher Hilfe abhängig sind. Sinken die Sozialausgaben hingegen, wittern Kritiker Sozialabbau und werfen dem Staat vor, er lasse Bedürftige im Stich.

Es ist eine bisweilen verquere Debatte. Tatsächlich hat die aktuelle Entwicklung der Sozialausgaben in Deutschland weder mit prekären Jobs noch mit Sozialabbau zu tun. Um das zu verstehen, muss man sich den Verlauf und die Zusammensetzung der Sozialausgaben ansehen.

 
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