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Google, Apple und Amazon Wenn der Markt zur Ware wird

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Der Soziologe Philipp Staab über Valley-Konzerne, die den liberalen Markt zerstören. Quelle: Getty Images, Illustration: Beate Clever

Google, Apple und Amazon untergraben die liberale Idee neutraler Märkte. Die Leitunternehmen des kommerziellen Internets treten als machtvolle Marktbesitzer auf. Sie schmälern die Profite von Produzenten, schöpfen leistungslose Renten ab – und türmen Cash-Reserven auf, die dem Wirtschaftskreislauf entzogen sind.

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Einige Tage ist es her, da machte Facebook endlich mal wieder positive Schlagzeilen. Der Social-Media-Gigant kündigte an, in den kommenden Jahren eine Milliarde Dollar in bezahlbaren Wohnraum in Kalifornien investieren zu wollen. Ähnliches hatte Google schon im Sommer dieses Jahres verlautbaren lassen. Apple plant sogar Investitionen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar.

Schnell wurde Kritik laut, mit den Leitunternehmen des digitalen Kapitalismus würden die Brandstifter zur Feuerwehr erklärt, werden doch gerade die sogenannten GAFA-Unternehmen (Google, Apple, Facebook, Amazon) für die Explosion der Immobilienpreise im Silicon Valley und an anderen Technologiestandorten verantwortlich gemacht. Die Einkünfte der Techelite sind denen der real existierenden Feuerwehrleute, Krankenpflegerinnen und Lehrer dort so weit enteilt, dass diese kaum mehr bezahlbaren Wohnraum finden. Bildhaft wird dieser Zusammenhang von den oft porträtierten Stafetten von Wohnmobilen illustriert, die mitten in San Francisco die permanente Bleibe ganz normaler Beschäftigter bilden.

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