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Spaltung der EZB Die Rache der Falken

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Der Rücktritt von Sabine Lautenschläger dokumentiert die tiefe Zerrissenheit der Europäischen Zentralbank. Quelle: Illustration: Simon Prades

Mit seiner ultralockeren Geldpolitik und seinem harten Managementstil hat Mario Draghi die EZB gespalten. Der Grabenkampf zwischen geldpolitischen Hardlinern und Softies eskaliert. Was passiert, wenn die nächste Krise kommt?

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Die „persönliche Nachricht“, von der selbst EZB-Präsident Mario Draghi überrascht war, erreichte die Belegschaft nach Feierabend. Kurz bevor die Europäische Zentralbank (EZB) vor wenigen Tagen offiziell den Rücktritt Sabine Lautenschlägers aus dem Direktorium der Zentralbank verkündete, erklärte sich die Deutsche in einer internen E-Mail ihren Mitarbeitern: „Wie Sie sich vorstellen können, war dies eine sehr schwierige Entscheidung, doch in meiner gegenwärtigen Lage ist dies die beste Vorgehensweise.“ Über ihre Motive, den wichtigen Posten im Direktorium vorzeitig aufzugeben, schweigt sie sich seither aus.

Beobachter gehen davon aus, dass die Juristin die ultralockere Geldpolitik im Euro-Raum nicht länger mittragen will. Auch habe sich die jovial auftretende Deutsche von dem elitären Habitus, der Draghi auszeichne, nicht wertgeschätzt gefühlt, heißt es in Notenbankkreisen.

Herrschaft des Küchenkabinetts

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