US-Notenbank Machtkampf hinter den Kulissen der Fed

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Die US-Notenbank Fed leidet unter einem Führungsvakuum. Wichtige Stellen sind unbesetzt. Nun geht die Angst um, dass Donald Trump seinen Kurs ohne Kompromisse durchsetzen kann.

Die Fed in Washington gilt als mächtigste Notenbank der Welt, doch jetzt steht sie unter Druck. Quelle: REUTERS

Die Wirtschaftsstudenten aus Pennsylvania warten andächtig im Atrium des Marriner-S.-Eccles-Gebäudes. Sie streichen über die Marmorwände und bestaunen das gläserne Dach mit dem eingravierten majestätischen Adler. Anzugträger eilen an ihnen vorbei zu den Rolltreppen, die hoch in die Eingeweide des Hauptquartiers der US-Notenbank führen. Dann tritt eine Mitarbeiterin der Fed an die Studenten, erklärt die Geschichte des 1937 erbauten Geldtempels und referiert über den Auftrag der Fed. Als sie eine Pause macht, erkundigt sie sich, ob es Fragen gibt. Und ja, die gibt es, von einem der Studenten: „Ist Stanley Fischer eigentlich noch da?“

Das ist eine ziemlich gute Frage. Der Vizechef der Notenbank gab gerade erst seinen Rücktritt bekannt und hat damit ein Beben in Washington ausgelöst. Fischer galt als einer der führenden Notenbanker der Welt, ausgestattet mit einer makellosen Biografie: Chefökonom der Weltbank, Vize des Internationalen Währungsfonds und Exchef der israelischen Notenbank.

 
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