Fahrplan für die Zukunft In Singapur entsteht die Mobilität von morgen

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Autoverkehr in Singapur. Quelle: dpa Picture-Alliance

Beim Kampf gegen den Verkehrsinfarkt zeigt sich kaum ein Land so streng wie nun Singapur: Ab Donnerstag dürfen keine weiteren Autos zugelassen werden. Das ist nur eine Maßnahme, um Mobilität neu zu erfinden.

Langsam setzt sich der rote Lastwagen in Bewegung. Auf der offenen Ladefläche stehen Paletten mit Säcken eines groben Granulats. Mit 25 Kilometern pro Stunde rollt der 30-Tonner auf einer von weißen Streifen markierten Fahrbahn. Kurz vor einem Fabrikgebäude biegt er scharf links ab und steuert auf eine Lagerhalle zu. Hier laden Arbeiter das Granulat ab, das später zu Verpackungen verarbeitet wird.

Gut drei Kilometer sind es von den Abfüllanlagen bis zur Halle – der rote Lkw hat sie ohne Fahrer zurückgelegt. Entwickelt hat das fahrerlose System der belgische Logistiker Katoen Natie, ein Konzern mit 13.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 1,75 Milliarden Euro. Auf Jurong Island, einer Insel vor der Südwestküste Singapurs, kümmern sich die Belgier um die komplette Logistik auf dem riesigen Gelände des US-Mineralölkonzerns ExxonMobil, der hier eine Raffinerie betreibt.

Unbändiger Wille

 
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