Die bissigen Hunde sind weg. Und auch das noch vor Kurzem fest verschlossene Tor aus gehärtetem Stahl steht nun offen. Dafür parken seit ein paar Wochen auffallend viele blau-silberne Polizeifahrzeuge auf dem Gelände des Mont Royal, dem Berg auf der markanten Moselschleife oberhalb des Weinstädtchens Traben-Trarbach, wo die Bundeswehr bis 2012 einen atombombensicheren Bunker betrieb. Es sind die Wagen der Ermittler von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft, die nun aufklären, wie es rund einem Dutzend Verdächtigen gelungen ist, hier sechs Jahre lang eines der weltweit größten Rechenzentren für Onlinekriminelle, Drogen- und Waffenhändler zu betreiben: den Cyberbunker.
Cyberverbrechen Vom Bundeswehr-Bunker zum Amazon der Kriminellen
In einem alten Bunker der Bundeswehr an der Mosel verbarg sich eines der weltweit größten Darknet-Rechenzentren für Drogen- und Waffenhändler. Der Fall zeigt, in welchen Maßstäben Kriminelle im Netz inzwischen agieren – und wie mühselig die Arbeit der Aufklärer in digitalen Zeiten ist. Eine Rekonstruktion.
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