Digitale Stadt Diese fünf Kandidaten wollen die Stadt der Zukunft werden

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Die deutsche IT-Wirtschaft sucht einen Showroom für ihre digitalen Zukunftsvisionen. Eine mittelgroße Stadt soll Know-how und viel Geld bekommen. Die Ideen der Bewerber zeigen, welches Potenzial in der Provinz steckt.

Wohnen, Altern, Arbeiten: Eine mittelgroße Stadt soll Showroom für digitale Projekte werden. Quelle: Illustration: Miriam Migliazzi & Mart Klein

Ralf Tank ist ein höflicher Mensch, auch wenn ihm das nicht immer leichtfällt. Zum Beispiel jetzt, mit vier Kollegen sitzt Tank da und soll die Digitalisierung seiner Stadt erklären. Doch so richtig kommt keiner zum Punkt. Immer, wenn Tank ansetzen will, wird er unterbrochen. Er wackelt dann noch ein bisschen unruhiger auf seinem Stuhl als sonst und lässt es doch geschehen.

Tank ist Sachbearbeiter im Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Darmstadt, so profan wie das klingt, so exakt ist sein Einsatzbereich definiert: Tank kümmert sich um alle Ampeln in der Stadt. „Wir haben 182 Ampelanlagen mit einem Lichtwellenleiternetz verbunden“, schwärmt er, als seine Kollegen ihn endlich sprechen lassen. Sofort wird aus dem digitalen Gefloskel eine konkrete Vision: „Die Glasfaserkabel ermöglichen uns, Verkehrsdaten in Echtzeit zu übertragen.“

 
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