Digitales Kartell Wie Künstliche Intelligenz Preisabsprachen erleichtert

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Digitale Kartellbrüder: Künstliche Intelligenz kann Preisabsprachen erleichtern. Quelle: Illustration: Martin Haake

Europas Wettbewerbshüter stehen vor einer neuen Herausforderung: Algorithmen ermöglichen automatische Reaktionen auf Preisveränderungen der Konkurrenz in aberwitziger Geschwindigkeit. Den Schaden hat der Verbraucher.

Die alte Kartellwelt ist im achten Stock eines Büroturms am Rande des Brüsseler Multikultiviertels Saint Josse zu Hause. Hier sitzen sie, die Sünder, mehr und weniger reuig, mehr oder weniger zerknirscht. Im Besprechungsraum der Generaldirektion Wettbewerb konfrontieren EU-Beamte ertappte Manager mit Beweisen für unerlaubte Absprachen mit Konkurrenten. Und mit der Geldstrafe, die auf ihr Unternehmen wegen der Bildung eines Kartells zukommt.

Die Reaktion ist fast immer dieselbe. Die Betroffenen sind fassungslos, wenn sie von der Höhe des Bußgelds hören. Denn Europas Wettbewerbshüter greifen hart durch, sobald ihnen Beweise vorliegen, dass Unternehmen ihre Preise frisiert haben. Bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes können die Kartelljäger fordern, wenn Betriebe den Wettbewerb zulasten der Verbraucher ausschalten.

 
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