Gesichtserkennung Das Mega-Geschäft mit unseren Gesichtern

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Technologiekonzerne und Staat analysieren mit vernetzten Kameras Gesichter von Menschen. Noch hat niemand abgesteckt, wie weit der digitale Blick in die Seele gehen darf.

Face ID, Selfie und Co. Quelle: Getty Images

Die Grenze zwischen dem Schutz der Bürger und dem der Bürgerrechte verläuft zwischen zwei Türen am Eingang zum Berliner Bahnhof Südkreuz. „Erkennungsbereich“ steht rechts über der Doppeltür und auf dem Boden, in weißen Buchstaben auf blauem Grund. „Kein Erkennungsbereich“ steht links über der Doppeltür, in Blau auf Weiß. Wer sich rechts hält, tritt ins Sichtfeld von drei Überwachungskameras; eine Software wertet die Aufnahmen aus: Sie erkennt Gesichter und prüft, ob es zu einem der 300 Freiwilligen gehört, die sich an diesem Test beteiligen und Fotos bereitgestellt haben. Wer durch die andere Tür tritt – den vermisst auch kein Algorithmus, dessen Porträt landet in keiner Bewegungsdatenbank.

 
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