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Jürgen Schmidhuber „Deutschland ist prädestiniert für die nächste KI-Welle“

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Jürgen Schmidhuber, 55, ist seit 1955 wissenschaftlicher Direktor des Schweizer Forschungsinstituts für künstliche Intelligenz IDSIA. Die neuronalen Netzwerke seiner Forschungsteams sind vielfach preisgekrönt. Milliarden Smartphones hören mit ihrer Hilfe auf Sprachbefehle, Roboter lernen neue Aufgaben, Medizingeräte erkennen Krankheiten. 2014 gründete Schmidhuber das KI-Start-up Nnaisense, um die

Jürgen Schmidhuber, einer der einflussreichsten Forscher für künstliche Intelligenz, über mitfühlende Maschinen und lernende Roboterkinder, über die rigide ‧Industriepolitik Chinas – und eine deutsche Techstrategie für den Mittelstand.

WirtschaftsWoche: Herr Schmidhuber, vor mehr als 30 Jahren haben Sie sich ein Ziel gesetzt: eine künstliche Intelligenz zu bauen, die schlauer ist als Sie selbst – damit Sie sich zur Ruhe setzen können. Also: Wann gehen Sie in Rente?
Jürgen Schmidhuber: Das Rentenalter wird ja ständig erhöht. Aber ich bin meinem Ziel schon viel näher gekommen. 

Sie haben an Ihrem Institut weltweit führende neuronale Netze entwickelt, die in Milliarden von Smartphones Sprache, Fotos und Videos analysieren. Aber eine Dissertation kann mein Smartphone noch nicht schreiben.
Richtig, kommerzielle Anwendungen beschränken sich meist noch auf passive Mustererkennung in großen Datenmengen. Das reicht zwar, um Sprache zu verstehen und zu übersetzen. Aber was wir wirklich wollen, funktioniert im Alltag noch nicht so richtig gut. 

 
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