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Netflix Wir streamen uns zu Tode

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Wir streamen uns zu Tode Quelle: Illustration: Beate Clever und Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Apple, Amazon, Netflix, Disney und Warner: In den kommenden Monaten startet der Kampf um das Fernsehen der Zukunft. Die US-Streamingriesen blasen zum Angriff auf unser Geld und unsere Gehirne. Sie wollen uns unterhalten und täglich begleiten, wollen uns steuern – und abschalten.

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Anfang der Fünfzigerjahre hat der amerikanische Science-Fiction-Autor Ray Bradbury seinen dystopischen Roman „Fahrenheit 451“ veröffentlicht. Er beschreibt eine Gesellschaft, in der es Bürgern verboten ist, Bücher zu besitzen. Die Ehefrau des Protagonisten verbringt den Tag in einem Wohnzimmer, dessen Wände nur aus Bildschirmen bestehen. Sie befindet sich in den Sendungen, entwickelt eine emotionale Beziehung zu den Fernsehfiguren, erklärt sie zu ihrer Familie. Das Programm ist „reine Gehirnerschütterung“, schreibt Bradbury, der Zuschauer wird „in ein gewaltiges Vakuum hineingesaugt“. Eine seiner Figuren sagt: „Das Fernsehen ist ‚Wirklichkeit‘, es drängt sich auf, es hat Dimensionen. Es bleut einem ein, was man zu denken hat.“

Der Roman ist 1966 von François Truffaut verfilmt worden. Und bisher bei keinem großen Streamingdienst gelistet.

Kein Wunder.

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