Sträfliche Ignoranz Unternehmen sind oft selbst schuld an erfolgreichen Hackerangriffen

Premium
Guy-Fawkes-Masken, die oft mit Hackergruppen in Verbindung gesetzt werden, sind an einer Wand zu sehen. Quelle: AP

Russische Hacker sollen westliche Behörden und Firmen in großem Stil attackieren. Das mag sein, ist aber nicht das wahre Problem. Statt über Hacker zu klagen, müssen Unternehmen endlich ihre IT angemessen sichern.

Es lässt sich trefflich streiten, ob die in dieser Woche veröffentlichten Warnungen amerikanischer und britischer Sicherheitsbehörden vor Onlineattacken russischstämmiger Hacker vor allem Auswuchs der politischen Spannungen sind. Doch die Diskussion ist nicht bloß fruchtlos. Sie lenkt auch ab vom viel größeren Problem, das den Angriffen zugrunde liegt.

Und das ist – man mag sich angesichts des diplomatischen Gepolters wundern – kein politisches Thema, sondern eines guter Unternehmensführung. Denn was die Cybersicherheitsexperten aus Washington und London in ihrer Warnung in Wahrheit anprangern, ist die geradezu sträfliche Lässigkeit, mit der Unternehmen noch immer ihre IT-Systeme sichern. Wer sich ansieht, welche von den Hackern ausgenutzte Sicherheitslücken die Cyberschützer aufgelistet haben, den packt das Grausen.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%