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Dürre in Deutschland Genmanipulierte Pflanzen könnten die Ernteausfälle vermeiden

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Verdorrter oder abgegessener Maiskolben an der Pflanze. Quelle: Getty Images

Die Hitzewelle trifft deutsche Landwirte hart. Mit Genscheren ließen sich per Schnitt ins Erbgut Pflanzen züchten, die der Dürre trotzen. Doch ein EU-Urteil bremst die Technik jetzt erst einmal.

Die Adresse des Bauernverbands Mecklenburg-Vorpommern klingt wie ein zynischer Kommentar zur aktuellen Lage: Trockener Weg 1b. „Seit April hat es fast nicht geregnet”, sagt Frank Schiffner, beim Verband für den Pflanzenbau zuständig. Er rechnet mit Ernten, die um 30 bis 50 Prozent geringer ausfallen – und fürchtet: Für manche Höfe gehe es in der aktuellen Hitzewelle um die Existenz.

Besonders bitter für die Bauern aber ist, dass sie dem Desaster nahezu hilflos zusehen müssen. Sie könnten zwar theoretisch mehr düngen, andere Fruchtfolgen setzen oder künstlich bewässern– das aber würde entweder exorbitant teuer werden oder kaum etwas bringen. Nur einen Ausweg sehen Forscher und Agrarkonzerne: Wenn sich das Wetter nicht ändern lässt, dann vielleicht die Pflanze? Perlhirse in Afrika trotzt schließlich auch der Dürre – warum nicht europäisches Getreide nach diesem Vorbild züchten?

 
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